Mit dem Kinderwagen durch den Winter: warm, sicher und gut gepflegt

Frische Luft tut auch im Winter gut, und viele Babys schlafen draußen im Kinderwagen besonders ruhig. Damit der Spaziergang bei Kälte, Nässe und Schnee entspannt bleibt, lohnt es sich, Kleidung, Ausstattung und Pflege des Kinderwagens ein wenig an die Jahreszeit anzupassen.

1. Schichten statt dickem Overall

Mehrere dünne Lagen halten besser warm als ein einziges dickes Kleidungsstück, und man kann im warmen Geschäft oder in der Bahn schnell eine Lage ausziehen. Bewährt hat sich ein Body, darüber eine Lage aus Wolle oder Fleece, dazu Mütze, Socken und bei Bedarf Fäustlinge. Ob das Baby angenehm warm ist, prüfen Sie am besten im Nacken: Er sollte warm, aber nicht verschwitzt sein. Kalte Hände allein sind kein verlässliches Zeichen.

2. Fußsack oder Decke?

Ein Winterfußsack, der zur Babywanne oder zum Sportsitz passt, hält Wind ab und verrutscht nicht so leicht wie eine Decke. Achten Sie darauf, dass die Gurte des Kinderwagens durch die vorgesehenen Schlitze geführt werden können und das Kind weiterhin richtig angeschnallt ist. Für die Babyschale im Auto gilt etwas anderes: Dort sollten Kinder keine dicken Jacken oder Fußsäcke unter dem Gurt tragen, damit der Gurt eng anliegt. Halten Sie sich an die Hinweise des Herstellers.

3. Verdeck, Regenschutz und Luftzufuhr

Das Verdeck und ein passender Regenschutz schützen vor Wind, Schneeregen und Matsch. Unter einer Plastikhülle kann es aber schnell feucht und stickig werden, vor allem wenn die Sonne herauskommt oder Sie in einen beheizten Raum gehen. Nehmen Sie den Regenschutz drinnen ab und decken Sie den Kinderwagen nie komplett mit Decken oder Tüchern zu, damit immer genug Luft zirkuliert.

4. Räder, Bremse und Fahrverhalten auf Schnee

Große, luftgefüllte oder geschäumte Räder kommen mit Schneematsch und gefrorenem Untergrund meist besser zurecht als kleine Hartplastikräder. Schwenkbare Vorderräder lassen sich auf Schnee oft besser feststellen, damit der Wagen geradeaus läuft. Ziehen Sie den Kinderwagen bei tiefem Schnee lieber hinter sich her, statt ihn zu schieben, und betätigen Sie die Feststellbremse jedes Mal, wenn Sie stehen bleiben, besonders auf glatten Gehwegen und an Gefällen.

5. Streusalz und Nässe: Pflege nach dem Spaziergang

Streusalz, Splitt und Schneematsch setzen Gestell, Achsen und Bremsen zu. Wischen Sie nach dem Spaziergang Räder und Gestell mit einem feuchten Tuch ab und trocknen Sie den Wagen danach. Lassen Sie nasse Stoffe bei Zimmertemperatur trocknen, nicht direkt auf der Heizung. Bewegliche Teile wie Klappmechanismus und Radachsen bleiben leichtgängig, wenn Sie sie ab und zu reinigen und nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Mittel pflegen.

6. Wo der Kinderwagen über Nacht steht

Ein trockener, nicht zu kalter Abstellplatz verhindert, dass Feuchtigkeit in Polstern und Verdeck bleibt und Schimmel entsteht. Im Treppenhaus sind oft die Hausordnung und der Brandschutz zu beachten. Steht der Wagen im kalten Keller, lassen Sie ihn vor dem Losgehen kurz in der Wohnung auf Temperatur kommen, damit die Babywanne nicht eiskalt ist.

Kurze Winter-Checkliste

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Dieser Ratgeber gibt allgemeine Hinweise. Beachten Sie immer die Anleitungen sowie die Alters- und Gewichtsgrenzen des Herstellers Ihres Kinderwagens und Ihres Autositzes.